Ich habe doch gar keinen Jagdhund... /Training für Familienhunde


„personal trainer to go“

Wir trainieren hier vor Ort oder in der Umgebung unter realen Bedingungen im Rahmen eines Einzeltrainings oder in einer Kleingruppe.         
Dieses Training eignet sich in erster Linie zum Erlernen, Festigen und Verbessern/Korrigieren von Grundfertigkeiten und Alltagsverhalten. Darüber hinaus kann es z.B. um Apportieren und Fährtenarbeit ergänzt werden. Es ist vom Welpen bis zum Hundesenior geeignet. Die Trainingsinhalte orientieren sich am Ausbildungsstand von Hund und Besitzer.

Erstes Kenenlernen

Sie kommen mit ihrem Hund zu einem ersten Kennenlernen, schildern ihre Ausbildungsziele/Problemverhalten. Es erfolgt eine Sachstandbeurteilung des vorhandenen Könnens, ohne Leistungsdruck.  

Anti-Jagdtraining

Die von mir geführten Bracken gehören zur FCI-Gruppe 6. Innerhalb dieser Gruppe zu den Laufhunden. Das züchterische Ziel ist hier unter anderem, dass sich der Hund ausreichend vom Hundeführer entfernt und Wild sucht. Mit dieser “Software” ist er quasi von Geburt an ausgestattet.

Der Hund befindet sich ständig in einem Interessenflikt der da lautet: “Geh ich Jagen, was für mich die höchste Erfüllung bedeutet, oder folge ich jetzt weiter meinem Hundebesitzer auf unserer (langweiligen) Gassirunde?”

Man muss innerhalb der Jagdhunderassen unterscheiden. Während ein Retriever/Apportierhund etwas auf kürzere Distanz suchen und zum Hundeführer bringen soll, ist das bei der Bracke so nicht der Fall. Das Anti-Jagd-Training bei den Bracken ist anspruchsvoll. Es kann bei allen jagenden Hunden angewandt werden.  

Für mich als Hundebesitzer ist es nur ein entspannter Spaziergang, wenn ich nicht ständig aufpassen muss, dass der Hund nicht flitzen geht, auch wenn er nicht an der Leine ist.

Das ist dem Hund nur möglich, wenn zuvor folgende Punkte umgesetzt wurden:

Das unerwünschte Jagdverhalten muss durch Managementmaßnahmen beim Spaziergang ab sofort unterbunden werden. Das wird in der Regel konsequentes Anleinen, oder die Schleppleine sein, bis erste Lernerfolge erzielt werden. Jagdverhalten ist selbstbelohnend, deshalb wird es der Hund immer wiederholen wollen.

Die Grundgehorsamsübungen müssen beherrscht werden. Insbesondere das Verhalten an der Schlepp- oder Flexileine zeigt uns, ob sich der Hund an uns orientiert, oder er selbst die Richtung vorgibt und uns weiterzerrt.

Der vielbeschworene Rückruf muss beherrscht werden. Das wird mit vielen Hunden exzessiv trainiert, in der Hoffnung den Hund z.b. am flüchtenden Hasen abrufen zu können. Aber der Rückruf ist nur ein Baustein von vielen und wird allein nicht den Ausschlag bringen. Es muss viel früher angesetzt werden, damit der Hund dem Drang zur Jagd widerstehen kann, wenn es nicht erwünscht ist.   

Übungen zur Impulskontrolle können im täglichen Umgang mit dem Hund z.B. beim Füttern hervorragend eingebaut werden, kosten uns nahezu keinen Aufwand und können später nach draußen übernommen werden. Aber, die Art der Übung ist entscheident. Bloßes sitzen lassen vor dem Napf erfüllt diese Bedingung nicht.

Während des Spaziergangs muss ich für den Hund interessant sein. Ich muss Übungen einbauen, die der Hund gerne ausführt. Das dürfen auch solche sein, die beim Hund noch verfeinert werden müssen, z.B. das schnelle Herankommen.

Der Hundeführer muss auf dem Spaziergang vorausschauend unterwegs sein. Bei extremen Reizen, die der Hund noch nicht aushalten kann, muss der Hund im Zweifel an die Leine, oder die Schleppleine. Andere Reize mildere ich ab, indem ich z.B. die Entfernung vergrößere, so dass der Hund seinem Trieb standhalten kann, oder wähle ein gut konditioniertes Alternativverhalten, das mit dem Jagdverhalten nicht vereinbar ist.

Dieses Verhalten muss längerfristig aufgebaut werden. Eine Einzelstunde kann das nicht leisten, entsprechende Angebote wären unseriös.

 

Wie nachstehend zu sehen ist, könnte ein Hundeverhalten nach einem erfolgreichen Anti-Jagd-Training aussehen.